Westendkiez

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Seit dem 8.Juli läuft im Westend ein großes Sommerexperiment. Vierzig Stück der Schrägparkplätze vor dem Einkaufszentrum „Forum Schwanthalerhöhe“ werden zur Aufenthaltsfläche für Bürger und als Areal für verschiedene Projekte umgewandelt.

Als Vorbild dient Barcelona.

„Die Eröffnung findet am Freitag ab 17 Uhr zusammen mit Christine Kugler, Leiterin des Referats für Klima- und Umweltschutz, Georg Dunkel, Leiter des Mobilitätsreferats ,und Sibylle Stöhr, Vorsitzende des örtlichen Bezirksausschusses statt. „Im Anschluss an die Eröffnungsrede führen wir zusammen ein Gespräch über den Sinn des Experiments, welche Schlüsse wir daraus ziehen können, wie man das verstetigen kann“, sagt Hladky. „Wir sehen uns in der Rolle der Treiber. Wir zeigen, wie es funktionieren kann, dann muss die Stadt helfen, dass es weitergeht.“ Dem Vernehmen nach, so Hladky, werde das aber dauern. „Wenn es nach uns geht, wird nächstes Jahr ein Verkehrskonzept gemacht und im Jahr drauf der ‚Superblock‘ umgesezt.“ Bei der Weiterführung sei Hladky allerdings weitestgehend außen vor, die Stadt müsse ein Planungsbüro beauftragen. „Wir können nicht nochmal ein Jahr verlieren, so viel Zeit haben wir nicht. Der Klimawandel wartet nicht.“

Quelle : Artikel TZ vom 02.07.2022

Über den Arnulfsteg

Arnulfsteg Gesamtüberblick

Der Arnulfsteg ist ein sehr neues Bauwerk, welches die beiden Stadtteile Schwanthalerhöhe und Neuhausen (Arnulfpark) miteinander direkt zentral über die Bahngleise verbindet. Ob das Bauwerk ohne die Neubauten, die das Stadtbild auf der östlichen Seite prägen und die neue digitale Welt wie Google und Co. beherbergen, auch entstanden wäre, wer weiß. Immerhin dient es auch zur näheren Anbindung der Angestellten in diesem Büroviertel an den S-Bahnhof der Donnersbergerbrücke.

„Der Arnulfsteg verbindet den Arnulfpark mit dem Stadtteil Schwanthalerhöhe. Zuvor bestand zwischen der stark befahrenen Donnersbergerbrücke und der einen Kilometer östlich dieser gelegenen Hackerbrücke keine Querungsmöglichkeit über das Gleisvorfeld des Hauptbahnhofes. Der Bahnhof München Donnersbergerbrücke an der S-Bahn-Stammstrecke war nur von der Donnersbergerbrücke aus zugänglich. Mit dem Arnulfsteg erhielten die beiden Bahnsteige des Bahnhofes auch im Osten eine Zugangsmöglichkeit, allerdings ausschließlich über jeweils eine schmale, mehr als 40 Stufen umfassende Treppe mit zwei Treppenabsätzen. Sowohl an Südseite – von der Philipp-Loewenfeld-Straße – als auch auf der Nordseite – von der Erika-Mann-Straße – führt ein gläserner Aufzug auf die Übergangsebene. Die Zufahrt mittels Fahrrad ist auf der Südseite mittels einer langgestreckten Schleife parallel des Gleiskörper möglich. Auf der Nordseite ist der Zugang in Form einer spiralförmig nach oben führenden Fahrbahn realisiert.

Baugeschichte

Ende 2014 beschloss der Münchner Stadtrat den Bau des Steges, der 2017 fertig gestellt werden sollte.Auf Grund von Verzögerungen bei der Materialbeschaffung konnte der Bau nicht durchgeführt werden, da das Errichten der Brücke die Sperrung von Gleisen der Deutschen Bahn erfordert, die nur mit großem zeitlichen Vorlauf möglich ist. Ende 2017 stimmte der Stadtrat erneut für den Bau des Steges, dessen Kosten inzwischen von 18 auf 26 Millionen Euro gestiegen waren. Baubeginn war im April 2018. Die Verkehrsfreigabe erfolgte am 23. Dezember 2020.“

Wikepedia

Der Arnulfsteg ist architektonisch gesehen ein sehr futuristisches Bauwerk, was gut zu den Neubauten am Bahndamm des Arnulfparks passt und sich auf der Nordseite gut in die Architektur einfügt.

Arnulfsteg gesamt mit Architektur
Arnulfsteg gesamt mit Architektur

Vom Süden her die Zugänge für Fussgänger und für Radler.

Dasselbe für den Nordzugang vom Arnulfpark

In der Mitte der Brücke befinden sich die Abgänge zu den S-Bahnsteigen der Haltestelle Donnersbergerbrücke. Das ist für die Angestellten des Arnulfparks eine erhebliche Erleichterung, spart man sich doch den Weg über die Arnulfstrasse über die verkehrsreiche Donnerbergerbrücke mit Autoabgasen und Lärm.

Zugang Donnersbergerbrücke
Zugang Donnersbergerbrücke
Blick auf die S-Bahngleise durch die Verglasung
Blick auf die S-Bahngleise durch die Verglasung

Jeweils zu den An-und Abfahrtszeiten ist der Steg am Besten besucht. Man kann daran auch deutlich erkennen, dass er weniger als Verbindung zwischen den Stadtteilen, als vielmehr für den Zugang zur S-Bahn benutzt wird.

Publikumsverkehr
Publikumsverkehr

Für die Bewohner des Arnulfparks ist der Steg natürlich auch eine Erweiterung der Einkaufsmöglichkeiten und der Kulturangebote im gewachsenen und alten Stadtteil Westend. Besonders mit dem Fahrrad ist der Weg eine Sache von Minuten, auch seitdem die Landsbergerstrasse nunmehr einen Ampelübergang direkt an der Bergmannstrasse als direkten Zugang vom Westend bietet.

Radler auf dem Arnulfsteg
Radler auf dem Arnulfsteg

Der Arnulfsteg bietet aber auch einige sehr reizvolle Ausblicke auf die Stadt und ist im Gegensatz zur Hackerbrücke eben vollkommen autofrei. Natürlich fehlen auch hier nicht die üblichen „Verzierungen“ an den Wänden und Scheiben. Man kann dazu stehen, wie man will, in einem urbanen Umfeld gehören diese mittlerweilen zum Alltag. Manche sind einfach nur Geschmier, manche sogar recht lustig.

Der Steg bietet aber neben seiner Bedeutung für den Verkehr sehr interessante Architektur für denjenigen, der sich dafür interessiert und der einen Blick dafür hat.

Radlerschleife Süd bei Wolkenhimmel
Radlerschleife Süd bei Wolkenhimmel

Für diejengen, denen es auf der Hackerbrücke zu laut und zu geschäftig ist, können ihren Feierabend auch in einer der zahlreichen Nischen auf den Betonflächen vor den Aussichtsscheiben geniessen. Besonders der Sonnenuntergang mit Blick auf den Central Tower und die Donnersbergerstrasse ist ein Highlight.

Sundown
Sundown

Über die Hackerbrücke

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Man streitet sich, ob die Hackerbrücke zum Westend gehört… Genaugenommen befindet sich in der Mitte die Grenze zwischen dem Westend und dem angrenzenden Stadtteil Maxvorstadt. Eine Brücke kann man aber nicht teilen. Also gehört sie eigentlich zu beiden Stadtteilen und von der Lebendigkeit und Urbanität her gesehen gehört sie ehe mehr zum Westend als zur Maxvorstadt..

Offizielles (aus Wikipedia)

Lage

Die Hackerbrücke verbindet die Landsberger Straße im Stadtteil Westend südlich mit der Arnulfstraße nördlich des Gleisvorfeldes München Hauptbahnhof und damit mit dem ehemaligen Marsfeld in der Maxvorstadt. Die Zugangsstraße zu beiden Enden der Brücke heißt Grasserstraße. Die Brücke selbst liegt im Stadtteil Ludwigsvorstadt.

Geschichte und Technik

Die Hackerbrücke wurde 1890–1894 durch die Maschinenbau-Actien-Gesellschaft Nürnberg vorm. Klett & Co. von deren Tochterfirma, dem MAN Werk Gustavsburg erbaut und ist eine der wenigen erhaltenen Bogenbrücken des 19. Jahrhunderts in Deutschland, die aus Schmiedeeisen bestehen, bzw. aus Schweißeisen, wie man es zu dieser Zeit nannte. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie teilweise zerstört und 1953 rekonstruiert. Eine gründliche Sanierung erfolgte 1983–1984, die Konstruktion wurde hierbei nicht verändert. Ähnlich wie bei einem Langerscher Balken werden die an den Fachwerkbögen auftretenden Horizontalzugkräfte durch ein auf etwa Kopfhöhe verlaufendes Zugband aufgenommen. Eine auf Querträgern aufgelegte Betonplatte für die Fahrbahn ist an den Fachwerkbögen aufgehängt, welche auf den Brückenpfeilern ruhen. Die Fahrbahn ist 7 m breit; außerhalb der Fachwerkträger sind Gehwege angeordnet.[1]

Der Vorgängerbau der heutigen Brücke war die 1870 fertiggestellte Herbststraßenbrücke in einfacher Eisenfachwerkkonstruktion etwas östlich der heutigen Hackerbrücke. Zuvor befand sich hier ein niveaugleicher Bahnübergang.

Ihren Namen erhielt die Brücke durch die bis Ende der 1980er-Jahre am südlichen Ende zwischen Brücke und Bayerstraße ansässige Brauerei Hacker-Pschorr.“

Quelle : Hackerbrücke-Wikepedia

Aha, also das Westend heisst eigentlich im Amtsdeutsch „Ludwigsvorstadt“. Weiss man vielleicht, muss man aber nicht wissen. „Können Sie mir bitte mal den Weg zur Ludwigsvorstadt erklären?“ klingt irgendwie aufgesetzt…. In diesem Beitrag geht es auch weniger um Wissen, sondern um meine Fotos, die die Brücke und das Leben auf, neben und unter ihr ein bisschen veranschaulichen soll.

Bilder

Das ist die Seite vom Westend aus gesehen. Radfahrer haben es hier nicht leicht.

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Blick von Süden zur Maxvorstadt

Noch ein Radfahrer, im Hintergrund die PWC -Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

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Blick zu den Wirtschaftsprüfern von PWC

Hier sieht man die angrenzenden modernen Bürogebäude, die sich bis zur Donnersbergerbrücke erstrecken, im Kontrast zur industriell anmutenden Konstruktion der Brücke.

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Blick zum Arnulfpark

Das Dach der Brücke gegen den Himmel.

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Metall

Das Innere vom Äusseren. Genauigkeit und Präzision.

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Das Innere

Das Geländer…. Natürlich mit urbaner Verzierung, an der man sich aber nicht stören sollte. Gehört einfach in einer Millionenstadt dazu.

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offizielle Beschriftungen links

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und rechts der Brücke

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inoffizielle Beschriftungen gibt es unzählige…

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Hier ein paar Beispiele

Kommen wir zu dem eigentlichen Zweck der Brücke, dem Verkehr. Die Hackerbrücke ist ein Verkehrsknotenpunkt und eine vielbenutzte S-Bahnstation für Tausende Pendler, die jeden Tag in und aus den Büros und Werkstätten der Gegend strömen.

Wie überall in grossen Städten, haben auch Tauben irgendwo ihren Platz.

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Tauben unter der Hackerbrücke

Wie auf jeder bekannten Brücke, gibt es auch an der Hackerbrücke Hunderte von mehr oder weniger ernst gemeinten Liebesschwüren für die Ewigkeit zu erkunden.

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Liebesschwüre

Über solides Mauerwerk betritt man die Brücke auf der nördlichen Seite

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gemauerter Teil auf der nördlichen Hälfte

Am Ende des Tages sitzt man gerne auf der Brücke und geniesst die Aussicht. In modernen Zeiten kann man sich natürlich auch seine Getränke liefern lassen für den gepflegten sundowner. Kann man nun die Nase drüber rümpfen und sich seine Halbe selber mitbringen. Für den coronageplagten Wirt im Westend ist es vielleicht ein benötigter Zusatzumsatz….

Flohmarkt Theresienwiese

Flohmarkt Theresienwiese_1

Die Fotos sind vom großen Flohmarkt 2018 auf der Theresienwiese entstanden. Wobei, ist der Name „Flohmarkt“ für diese riesige Veranstaltung überhaupt gerechtfertigt? Unter „Flohmarkt“ versteht man normalerweise eine kleine, örtlich begrenzte Veranstaltung mit Nachbarschaftscharakter, bei dem man seine gebrauchten Sachen loswerden kann, mit Leuten ins Gespäch kommt und irgendwelchen antiken und oder gebrauchten Krempel für sein Hobby sucht oder um seine Wohnung zu verschönern. Gewerbsmässige Händler , die neue Teppiche oder teure Antiquitäten verkaufen, gehören eigentlich nicht dazu. Darum sehe ich der Neuaflage, die mit ziemlicher Sicherheit dieses Jahr stattfinden wird, eher mit gemischten Gefühlen entgegen. Man geht hin, um dabeizusein, aber kaufen werde ich da nichts. Dafür gibt es die Hofflohmärkte im Westend oder in anderen Stadteilen. Auf jeden Fall ist es ein Riesenevent und eine schöne Kulisse.

Riesenflohmarkt in München 2022, München Travel

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