Über die Hackerbrücke

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Man streitet sich, ob die Hackerbrücke zum Westend gehört… Genaugenommen befindet sich in der Mitte die Grenze zwischen dem Westend und dem angrenzenden Stadtteil Maxvorstadt. Eine Brücke kann man aber nicht teilen. Also gehört sie eigentlich zu beiden Stadtteilen und von der Lebendigkeit und Urbanität her gesehen gehört sie ehe mehr zum Westend als zur Maxvorstadt..

Offizielles (aus Wikipedia)

Lage

Die Hackerbrücke verbindet die Landsberger Straße im Stadtteil Westend südlich mit der Arnulfstraße nördlich des Gleisvorfeldes München Hauptbahnhof und damit mit dem ehemaligen Marsfeld in der Maxvorstadt. Die Zugangsstraße zu beiden Enden der Brücke heißt Grasserstraße. Die Brücke selbst liegt im Stadtteil Ludwigsvorstadt.

Geschichte und Technik

Die Hackerbrücke wurde 1890–1894 durch die Maschinenbau-Actien-Gesellschaft Nürnberg vorm. Klett & Co. von deren Tochterfirma, dem MAN Werk Gustavsburg erbaut und ist eine der wenigen erhaltenen Bogenbrücken des 19. Jahrhunderts in Deutschland, die aus Schmiedeeisen bestehen, bzw. aus Schweißeisen, wie man es zu dieser Zeit nannte. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie teilweise zerstört und 1953 rekonstruiert. Eine gründliche Sanierung erfolgte 1983–1984, die Konstruktion wurde hierbei nicht verändert. Ähnlich wie bei einem Langerscher Balken werden die an den Fachwerkbögen auftretenden Horizontalzugkräfte durch ein auf etwa Kopfhöhe verlaufendes Zugband aufgenommen. Eine auf Querträgern aufgelegte Betonplatte für die Fahrbahn ist an den Fachwerkbögen aufgehängt, welche auf den Brückenpfeilern ruhen. Die Fahrbahn ist 7 m breit; außerhalb der Fachwerkträger sind Gehwege angeordnet.[1]

Der Vorgängerbau der heutigen Brücke war die 1870 fertiggestellte Herbststraßenbrücke in einfacher Eisenfachwerkkonstruktion etwas östlich der heutigen Hackerbrücke. Zuvor befand sich hier ein niveaugleicher Bahnübergang.

Ihren Namen erhielt die Brücke durch die bis Ende der 1980er-Jahre am südlichen Ende zwischen Brücke und Bayerstraße ansässige Brauerei Hacker-Pschorr.“

Quelle : Hackerbrücke-Wikepedia

Aha, also das Westend heisst eigentlich im Amtsdeutsch „Ludwigsvorstadt“. Weiss man vielleicht, muss man aber nicht wissen. „Können Sie mir bitte mal den Weg zur Ludwigsvorstadt erklären?“ klingt irgendwie aufgesetzt…. In diesem Beitrag geht es auch weniger um Wissen, sondern um meine Fotos, die die Brücke und das Leben auf, neben und unter ihr ein bisschen veranschaulichen soll.

Bilder

Das ist die Seite vom Westend aus gesehen. Radfahrer haben es hier nicht leicht.

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Blick von Süden zur Maxvorstadt

Noch ein Radfahrer, im Hintergrund die PWC -Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

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Blick zu den Wirtschaftsprüfern von PWC

Hier sieht man die angrenzenden modernen Bürogebäude, die sich bis zur Donnersbergerbrücke erstrecken, im Kontrast zur industriell anmutenden Konstruktion der Brücke.

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Blick zum Arnulfpark

Das Dach der Brücke gegen den Himmel.

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Metall

Das Innere vom Äusseren. Genauigkeit und Präzision.

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Das Innere

Das Geländer…. Natürlich mit urbaner Verzierung, an der man sich aber nicht stören sollte. Gehört einfach in einer Millionenstadt dazu.

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offizielle Beschriftungen links

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und rechts der Brücke

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inoffizielle Beschriftungen gibt es unzählige…

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Hier ein paar Beispiele

Kommen wir zu dem eigentlichen Zweck der Brücke, dem Verkehr. Die Hackerbrücke ist ein Verkehrsknotenpunkt und eine vielbenutzte S-Bahnstation für Tausende Pendler, die jeden Tag in und aus den Büros und Werkstätten der Gegend strömen.

Wie überall in grossen Städten, haben auch Tauben irgendwo ihren Platz.

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Tauben unter der Hackerbrücke

Wie auf jeder bekannten Brücke, gibt es auch an der Hackerbrücke Hunderte von mehr oder weniger ernst gemeinten Liebesschwüren für die Ewigkeit zu erkunden.

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Liebesschwüre

Über solides Mauerwerk betritt man die Brücke auf der nördlichen Seite

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gemauerter Teil auf der nördlichen Hälfte

Am Ende des Tages sitzt man gerne auf der Brücke und geniesst die Aussicht. In modernen Zeiten kann man sich natürlich auch seine Getränke liefern lassen für den gepflegten sundowner. Kann man nun die Nase drüber rümpfen und sich seine Halbe selber mitbringen. Für den coronageplagten Wirt im Westend ist es vielleicht ein benötigter Zusatzumsatz….

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