Die sinnlose Treppe

KPMG-Treppe
KPMG-Treppe

Wenn man das Erstemal vor diesem Kunstwerk steht, kommt man ins Grübeln, was das denn soll? Eine Treppe, die in die Höhe und dann wieder in die Tiefe führt ohne Möglichkeit, am Ziel auszusteigen und den Treppenbesteiger dazu zwingt, sich endlos im Kreis zu drehen…. Von daher hätte der Name „Umkreisung“ anstatt „Umschreibung“ vielleicht besser zu dem Objekt gepasst? Na ja, eine Umschreibung ist es übertragenen Sinne dann doch auch, weil das Ganze ja irgendwie nicht fassbar ist und man mit den nackten technischen Beschreibungen, (Doppelhelix und so weiter), den Sinn nicht erfassen kann.


Leider kann man die Treppe nicht betreten und diese Gedanken, die einen unweigerlich beim Betrachten dieses merkwürdigen Objekts überkommen, in der Praxis überprüfen. Ich persönlich finde den Ort dieses zum Nachdenken anregende Kunstwerks eher schlecht gewählt. Eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wie die KPMG, die ja noch in den umgebenden Büroräumen residiert, soll ja effektiv und zielgerichtet arbeiten und sich nicht sinnlos im Kreis drehen. Oder ist das Wirken eines solchen Unternehmens dann doch sinnlos? Vielleicht kommt ja nach dem baldigen Auszugs der KPMG ein Unternehmen in dieses Gebäude, das besser zu der Treppe passt…

Fragen über Fragen, die man am Besten am Wochenende für sich im Stillen beantwortet, wenn das Gebäude weitgehend leer steht und man die schönen Bänke am Eingang des Innenhofs in Ruhe besetzen kann. Auf jeden Fall bietet die Treppe ein lohnendes Motiv für Fotografen aller Art, die hier in Ruhe verschiedene Blickwinkel und Einstellungen ausprobieren wollen. Wenn man mit der U4/U5 am Ubahnhof Schwanthalerhöhe angekommen ist, geht man dem Schild Richtung Georg-Freundorferplatz entlang und dann hoch zum Ausgang Richtung Ganghoferstrasse. Nach ca. 150 Metern die Ganghoferstrase entlang auf der linken Seite sieht man dann im Hof der KPMG das Kunstwerk.

apokalyptische Ansicht
apokalyptische Ansicht
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